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Zu mir

Mein größtes Problem ist, dass ich einerseits eigentlich ein ziemlich großes Interesse daran habe, mit anderen zu kommunizieren und Probleme zu diskutieren, auf der anderen Seite aber unglaubliche Skrupell habe, mich jemandem anzuvertrauen.

Ich kann nicht genau sagen, warum. Meine Vermutungen gehen allerdings dahin, dass ich von klein auf dazu erzogen worden bin, zu funktionieren und mich nicht zu beklagen.

Ich möchte halt niemandem meinen seelischen Müll aufzwängen, obwohl ich auf der anderen Seite immer sehr dankbar bin, wenn mir jemand dieses Vertrauen von seiner Seite entgegen bringt.

Dass das paradox ist, weiß ich selbst. Das ist nicht die Frage. Aber ich bin zum einen nicht der Typ dazu mich in Selbstmitleid zu suhlen und zum anderen möchte ich niemanden zum Abfalleimer degradieren.

Ich glaube, das ist auch der Grund, warum ich nun auf das Internet-Tagebuch zurück greife:

Es ist einerseits total anonym und man muss sich nicht direkt jemandem anvertrauen. Andererseits übergibt man sein Innerstes an die gesamte Welt und ich persönlich kann so meinem Druck Luft machen und habe dabei kein extrem schlechtes Gewissen, da es a) viele Menschen sein können, die meine Einträge lesen, somit "verteilt sich die Last mehr" und ballt sich nicht auf einem Einzelnen (ich weiß, diese Vorstellung ist ziemlich kindisch, aber es hilft nunmal...) und b) der Leser jederzeit abbrechen kann, mir "zuzuhören", ohne sich rechtfertigen zu müssen.

Somit ist das alles nicht so streng und viel ungezwungener, als säße man sich gegenüber und der eine erwartet Offenbarungen seiner seelischen Innereien und Du selbst wiederum Zuspruch und Verständnis.

Aber niemand kann mir erzählen, dass er nicht gehört werden will. Egal auf welche Art und Weise er schreit (dazu werde ich auch noch einmal schreiben, habe selbst genügend Erfahrung).
Auch wenn man es nicht zugibt: Man möchte sich mitteilen und Resonanz erfahren.

Doch mache ich das Ganze halt nicht NUR aus egoistischen Gründen. Ich hoffe einfach, dass ich irgendwann jemandem hiermit helfen kann, sei es nur in dem Punkt, dass er merkt, jemand hat genau die gleichen Probleme oder sei es sogar so, dass er auf mich zukommt und sich mir anvertraut.

Was übrigens JEDER immer gerne tun kann. 

 Das waren, glaube ich, erstmal genug "Ich"s für einen Eintrag, ohne konkrete Erlebnisse

Ich könnte echt den ganzen Abend so weiter schreiben, ich muss nur darauf achten, dass es nicht ausufert

Also,
Cheers.

24.11.07 18:57


1. Eintrag

Hallo zusammen,

ich habe endlich mal wieder beschlossen ein Tagebuch zu führen, nun in digitaler Form.

Der Grund dafür?
Der ist eigentlich recht simpel. Ich bin, was das manuelle Schreiben anbelangt, eher faul und zudem dachte ich, wäre es momentan vielleicht auch ganz sinnvoll es online zu publizieren, denn ich habe ja die Hoffnung, dass irgendwer, der in ähnlichen Situationen ist, wie ich, dieses liest und dann meine Fehler nicht wiederholen muss.

 Ich bin also für jegliche/sämtliche Inspiration/Kritik/Kommentierung dankbar und offen und hoffe auf eine rege Korrespondenz mit der restlichen Welt dort draußen.

 Soviel also erst einmal zum Formalen.
Was ab jetzt folgt, sind meine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse, die ich mit euch teilen möchte. Ein paar werden amüsant, ein paar traurig und einige wenige recht aufwühlend sein.

Ich bitte euch nur, meine Einträge mit Respekt zu behandeln, ich würde es an eurer Stelle nicht anders tun. Habt vielen Dank für eure Geduld.

 Jetzt zählt bis 10 und dann kann es weiter gehen.

 Cheers.

24.11.07 18:43



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